CODECHECK: Nachweise (GZT + GZG)
Durchführen aller erforderlichen Nachweise im GZT (Grenzzustand der Tragfähigkeit) und GZG (Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit) nach Eurocode
Dies umfasst im GZT die Nachweise für Biegung, Querkraft und Torsion, sowie Interaktion aus Querkraft + Torsion und den Nachweis gegen Versagen ohne Vorankündigung und im GZG die Spannungsnachweise und den Nachweis zur Begrenzung der Rissbreite.
Die Nachweise werden auf Basis der angegebenen Einhüllenden für die über Assemblys zugeordneten Elemente geführt und die entsprechenden Ergebnisse unter dem angegebenen Ergebnisnamen gespeichert.
Dabei werden die ggf. bereits vorhandenen Bewehrungsmengen berücksichtigt (größere Werte aus benutzerdefinierten und ermittelten Bewehrungen).
Hinweis: Die benutzerdefinierten Bewehrungsmengen können bei den entsprechenden Property-Sets bei der Querschnittsdefinition eingegeben werden. Die Spannungsnachweise und der Nachweis zur Begrenzung der Rissbreite kann nur geführt werden, wenn bei der Querschnittsdefinition die Expositionszonen zur Festlegung der entsprechenden Expositionsklassen definiert sind.
Parameter
Tag (day)
Tag im Bauablauf, an welchem der Nachweis durchgeführt werden soll
Ergebnisname (resname)
Ergebnisname; vom Benutzer frei definierbarer Name, unter welchem die verschiedenen Ergebnisse der Nachweise gespeichert werden sollen
Nachweistyp
Biegung (flexure)
Auswahl, um den Nachweis auf Biegung (Moment und Normalkraft) durchzuführen
Sprödbruch (brittle)
Auswahl, um den Nachweis gegen Versagen ohne Vorankündigung durchzuführen
Querkraft (shear)
Auswahl, um den Nachweis auf Querkraft durchzuführen (ebenso Nachweis der Fuge bei Verbund, insbesondere zwischen Betonflächen unterschiedlichen Alters)
Torsion (torsion)
Auswahl, um den Nachweis auf Torsion durchzuführen
Interaktion (interact)
Auswahl, um den Nachweis auf Interaktion Querkraft + Torsion durchzuführen
Spannungsbegrenzung (stresslim)
Auswahl, um die Spannungsnachweise durchzuführen
Rissbreitenbegrenzung (crack)
Auswahl, um den Nachweis zur Begrenzung der Rissbreite durchzuführen
Bewehrungsregeln (detailing)
Auswahl, um die Bewehrungsregeln einzuhalten
Zusätzliche Parameter und Eingaben
Theta (theta)
Winkel der veränderlichen Druckstrebenneigung gemäß Fachwerkmodell für die Querkraftbemessung
GZT Kombinationen und Gruppen
GZT (env)
Name der Einhüllenden/Kombination/Kombinationsgruppe, für welche der Nachweis im GZT durchgeführt werden soll
GZG Kombinationen und Gruppen
Charakteristisch (env1)
Name der Einhüllenden/Kombination/Kombinationsgruppe, welche als charakteristische Kombination für die entsprechenden Nachweise im GZG herangezogen werden soll
Häufig (env2)
Name der Einhüllenden/Kombination/Kombinationsgruppe, welche als häufige Kombination für die entsprechenden Nachweise im GZG herangezogen werden soll
Quasi-ständig (env3)
Name der Einhüllenden/Kombination/Kombinationsgruppe, welche als quasi-ständige Kombination für die entsprechenden Nachweise im GZG herangezogen werden soll
Selten (env4) [nur bei Auswahl DIN EN]
Name der Einhüllenden/Kombination/Kombinationsgruppe, welche als seltene Kombination für die entsprechenden Nachweise im GZG herangezogen werden soll
Die ermittelten Ergebnisse können unter ihrem Ergebnisnamen in der Ergebnisdarstellung angesprochen werden (Reiter Nachweise bei den Ergebnisdaten in Ergebnisse).
Berechnungsgrundlagen für die Nachweise im GZT:
- Nicht-lineares Materialverhalten (Spannungs-Dehnungsdiagramme gemäß Norm)
- Zugspannungen im Beton werden nicht berücksichtigt
- Die Dehnung von im Verbund liegender Bewehrung entspricht der Dehnung des sie umgebenden Betons
- Berücksichtigung ideeler Querschnitte: Nettoquerschnitte (i.e. abzüglich Hüllrohrflächen) bis zum Verpressen der Hüllrohre, d.h. bis zur Ausführung der Aufgabe TENSION bzw. der Berechnungsaufgabe GROUT. Die Steifigkeit der Stahlquerschnitte von Spanngliedern wird nach Ausführung dieser Aufgaben berücksichtigt. Die Steifigkeit von schlaffer Bewehrung wird nach dem Aushärten des Betons berücksichtigt, d.h. nach der Aufgabe CONCRETE bzw. der Berechnungsaufgabe HARDEN.
- Der Grenzzustand der Tragfähigkeit ist definiert durch das Erreichen einer Grenzdehnung im Beton, Spannstahl oder Schlaffstahl
Berechnungsgrundlagen für die Nachweise im GZG:
- Linear-elastisches Verhalten aller Materialien außer Beton unter Zug
- Sobald die Zugspannungen im Beton die effektive Zugfestigkeit fct,eff überschreiten, gilt dieser als gerissen. In diesem Fall wird die Zugfestigkeit des Betons nicht berücksichtigt.
- Berücksichtigung ideeler Querschnitte (siehe oben).
- Die Streuungen der charakteristischen Werte der Vorspannung (rsup bzw. rinf) lt. EN 1992-1-1, 5.10.9 (1) werden dabei automatisch berücksichtigt. Hinweis: Hierzu ist es erforderlich, dass in der Kombinationstabelle alle Lastfälle/Einhüllenden, die in der Belastungsgruppe "Vorspannlasten" definiert werden, mit den ungünstigen/günstigen Faktoren 1,0 definiert werden (siehe Kombinationen).
